Didaktischen Konzeption


Grundlagen

Der Kooperationspartner Learning Lab ist für die didaktische Konzeption der VR-Lackierwerkstatt sowie für die Erforschung von Möglichkeiten und Potentialen verschiedener didaktischer Vorgehensweisen verantwortlich.

Folgende Überlegung liegen dem didaktischen Konzept zugrunde: Für die Entwicklung von beruflicher Handlungskompetenz gilt es, ein Lernszenario zu schaffen, dass Lern- und Trainingseffekte gezielt optimieren kann. Je nach Kompetenzniveau des Auszubildenden sollte das Simulationssetting deswegen anpassbar sein, um die Komplexität des Lerngegenstandes zu steuern. Den Ergebnissen der Cognitive-Load-Forschung (Sweller, 2010) folgend fördert erst die „wohldosierte“ Anpassung der Komplexität des Lernszenarios die Vermittlung der Zusammenhänge in einem Maße, dass die Auszubildenden nicht von der Menge an Informationen überfordert werden. Durch Gestaltungsprinzipien im Sinne der Cognitive-Load Theorie ist es möglich, die wahrgenommene Komplexität gering zu halten, indem bspw. lernirrelevante Lerninhalte gering gehalten und lernbezogene Lerninhalte erhöht werden.


Das 4C/IDModell

Das didaktische Konzept basiert des Weiteren auf den Überlegungen des 4C/IDModells (Merriënboer, Clark & Croock, 2002). Dieses liefert bereits ein empirisch validiertes Modell zur Gestaltung digitaler Lehr-/Lernangebote zur Entwicklung komplexer Kompetenzen. Der zentrale Ausgangspunkt des 4C/ID Modells ist das Prinzip der „whole-task practice“, welches davon ausgeht, dass Aufgaben vollständig und nicht in Teilen erlernt werden und dass sie die Realität möglichst gut widerspiegeln. Zu Beginn sind die Aufgaben der VR-Lackierwerkstatt einfach und die Auszubildenden bekommen viel Hilfestellung angeboten. Mit steigender Kompetenz der Auszubildenden nimmt die Komplexität der Aufgaben zu und die Hilfestellung verringert sich.

Neben diesem Grundprinzip, geht das 4C/ID Modell von vier Komponenten aus, welche die Gestaltung des VR-Lernszenarios in der VR-Lackierwerkstatt grundlegend bestimmen werden:

    1. Die Lernaufgaben sind authentisch und realistisch, berücksichtigen Wissen, Fertigkeiten und Einstellungen und weisen eine große Variabilität in Komplexität und Kontext auf.
    2. Zusätzliche Informationen über nicht automatisierte Handlungen zur Problemlösung oder Beurteilung sind immer verfügbar.
    3. Prozedurale Informationen für automatisierte Handlungen werden just-in-time angeboten, d.h. wenn sie benötigt werden.
    4. Übungen von Teilaufgaben werden als zusätzliches Lernangebote für stark routinierte Aufgabenaspekte angeboten

Die Ausarbeitung des didaktischen Konzepts inklusive eines Autoren- und Reflektionswerkzeuges erfolgt basierend auf wesentlichen Analyse- und Entscheidungsschritten im Sinne der gestaltungsorientierten Mediendidaktik. U. a. werden in Zusammenarbeit mit Mercedes Benz-Ludwigsfelde GmbH Lerninhalte und Lernziele bestimmt und die Inhalte für die Komponenten des Trainingskonzepts erarbeitet.

Projektbeschreibung


Das BMBF-Vorhaben verfolgt die Forschungsfrage, welchen Beitrag Technologien der “Virtual Reality” bieten, um handlungsorientiertes Lernen in der Berufsausbildung zu ermöglichen bzw. wie diese Technologien didaktisiert werden können, um entsprechende Lernerfolge sicherzustellen.

Projekt

Technische Umsetzung


Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht im Projekt mit der VR-Lackierwerkstatt ein innovatives Lernsystem. Die technische Umsetzung der Anwendung erfolgt durch die agilen Softwareentwicklung auf Basis einer initialen Anforderungsanalyse mit allen Projektpartnern.

Technische Umsetzung

Evaluierung und Transferkonzept


Zentral für das Projekt ist die Einsatzfähigkeit und Nachhaltigkeit der VR-Lernanwendung. Im Zuge dessen werden in regelmäßigen Abständen Evaluierungen des Prototypens durchgeführt. Darüber hinaus werden die Projektergebnisse in die Praxis übertragen sowie auf weitere Einsatzmöglichkeiten geprüft.

Evaluierung und Transferkonzept

Veranstaltungen


Online Workshop HandLeVR 2020

Zum Auftakt der virtuellen Konferenz ectelfi2020 organisierte das Projektteam von HandLeVR am 14. September 2020 einen interdisziplinären Workshop unter dem Titel „Handlungsorientiertes Lernen in Virtual Reality“. Neben Impulsvorträgen zu den Themen Didaktische Gestaltung, Technologische Lösungen und Verankerung im Bildungsalltag von VR-Technologien entstand ein spannender Austausch zwischen Agierenden aus dem Bereich handlungsorientiertes VR-Lehren und -Lernen.

Webinar: Didaktisches Konzept der VR-Lackierwerkstatt

Die Partner vom Learning Lab der Universität Duisburg-Essen bieten am 03. März, um 11 Uhr ein Webinar zum didaktischen Konzept der VR-Lackierwerkstatt an. In der Online Veranstaltung werden die Grundlagen für die didaktische Aufbereitung der VR-Anwendung vorgestellt.

HandLeVR Projekttreffen im Learning Lab

Am 9. September 2019 treffen sich alle Projektbeteiligten zu einer Tagung am Learning Lab der Universität Duisburg-Essen.

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